[16.09.11] Rupprecht u. Vogt: achtbare Resultate
Anna Rupprecht und Carina Vogt mehrfach mit achtbaren Resultaten
Die beiden Skispringerinnen des SC Degenfeld, Carina Vogt und Anna Rupprecht, starteten in den letzten Wochen mehrfach bei internationalen Damen-Skisprung-Bewerben in Pöhla, Oberwiesenthal, Berchtesgaden und im norwegischen Trondheim. Hierbei belegten sie einige sehr achtbare Platzierungen.
So waren die 14jährige Anna Rupprecht und die 19jährige Carina Vogt gemeinsam beim hochkarätig besetzten internationalen Damen-Skispringen in Pöhla (Erzgebirge) am Start. Von der dortigen Anlage mit einem Konstruktionspunkt von 60 Metern gingen insgesamt 44 Athletinnen aus elf Nationen über den Bakken. Sowohl Anna Rupprecht wie auch Carina Vogt erreichten den Finaldurchgang der besten 30 problemlos. Anna zeigte 58,5 Meter und belegte aufgrund von Haltungsabzügen wegen leichten Problemen im Flug und bei der Landung Platz 17 im Zwischenklassement; Carina Vogt landete bei 56,5 Meter und kam auf Zwischenrang 12. Im Finale steigerten sich Anna Rupprecht auf 61,5 Meter und den hervorragenden zehnten Platz und Carina Vogt auf 60 Meter sowie Platz elf.
In Oberwiesenthal, wo zwei Damen-Continentalcup-Springen, also Wettbewerbe der höchsten nationalen Damen-Skisprung-Serie auf dem Programm standen, war dann lediglich Carina Vogt mit von der Partie; Anna Rupprecht pausierte. Die Athletin des SC Degenfeld kam dabei nicht ganz optimal mit der dortigen Fichtelberg-Schanze (Konstruktionspunkt 95 Meter; Hill-Size 106 Meter) zurecht. In einem starken Feld aus 12 Nationen gelang ihr jedoch im ersten Wettbewerb trotz eines für ihre Verhältnisse nur mäßigen Sprungs auf 81,5 Meter der Einzug ins Finale der 30 Besten. Hier kam sie dann auf 80 Meter, was letztlich am Ende die 30. Stelle bedeutete. Beste Deutsche war hier Juliane Seyfarth aus Ruhla (Thüringen), die 20ste wurde. Tags darauf misslang Carina Vogt wiederum der erste Wertungsdurchgang etwas. Sie schaffte mit 76,5 Metern den Finaleinzug als 30ste knapp. Im zweiten Versuch zeigte sie mit der elftbesten Leistung des Durchgangs eine Weite von 87 Meter, wodurch sie sich am Ende noch auf Position 26 nach vorne schob. Beste Deutsche war Anna Häfele auf Platz 12.
Anna Rupprecht wiederum startete wenige Tage später beim sogenannten Ladies‘ Cup in Berchtesgaden. Hier konnte Carina Vogt krankheitsbedingt nicht antreten. Die 14jährige SCDlerin zeigte von der dortigen Kälberstein-Schanze (Konstruktionspunkt 61,5 Meter; Hill-Size 64 Meter) glänzende Flüge auf 64 und 61 Meter und kam hinter der Oberstdorferin Katharina Althaus auf den hervorragenden zweiten Platz.
Am vergangenen Wochenende setzte Anna Rupprecht dann ihre Reise fort. Sie wurde vom Deutschen Skiverband für die in Norwegen auf dem Programm stehenden zwei abschließenden Wettkämpfe in der „1. Liga“ des Welt-Damen-Skispringens – dem Ladies‘ Continentalcup – nominiert, die in Trondheim auf der dortigen Schanze (Konstruktionspunkt 90 Meter; Hill-Size 105 Meter) durchgeführt wurden. In den offiziellen Trainingssprüngen unterstrich sie ihre derzeit tolle Form und überraschte mit den Trainingsplatzierungen zwei und drei. Leider setzte sie sich dann in den Wettkämpfen etwas zu sehr unter Druck. Im ersten Springen missglückte ihr der erste Sprung auf 85 Meter, was bei erheblichen Haltungsabzügen und einer Weite von 85 Metern Rang 30 bedeutete. Im zweiten Durchgang lief es nicht sehr viel besser: Mit 85,5 Metern schob sie sich am Ende um eine Stelle auf den 29. Platz nach vorne. Tags darauf schien es wieder besser zu gehen, als sie mit einem tollen Probedurchgang überzeugte. Doch wiederum wollte sie dann im ersten Wertungsdurchgang leider etwas zu viel. Mit einem total verunglückten Sprung auf 77 Meter verpasste sie als 38ste den Finaldurchgang. Dennoch ist Bundestrainer Andreas Bauer, trotz der beiden verpatzten Bewerbe von Trondheim, mit der Entwicklung der erst 14jährigen Anna Rupprecht im Verlauf dieses Sommers mehr als zufrieden. Und auch die in Trondheim nicht startende Carina Vogt überzeugte in den letzten Tagen durch starke Trainingssprünge. Der Winter kann also kommen!
Thomas Aubele

