[30.01.12] Dominik Mayländer qualifi. für Alpencup

Skispringer mit guten Ergebnissen beim Deutschland-Pokal in Schonach: Dominik Mayländer qualifiziert sich für die nächsten Alpencup-Bewerbe

Beim Deutschland-Pokal der Skispringer in Schonach im Schwarzwald schlugen sich die Athleten des SC Degenfeld teilweise recht erfolgreich. Dominik Mayländer hat sich für die nächsten Alpencup-Wettkämpfe in Kranj (Slowenien) qualifiziert; Tim Fuchs verschaffte sich für eine Nominierung zu den Ende Februar stattfindenden Skispielen der Alpenländer (O.P.A.-Skispiele) eine gute Ausgangsposition. Zudem präsentierten sich Alexander Schmid und Kevin Horlacher trotz etwas Windpech sehr achtbar.

Insgesamt standen auf der Schonacher „Langenwaldschanze“, die einen Konstruktionspunkt von 95 Metern aufweist, zwei Wettbewerbe auf dem Programm. Die Veranstaltungen stellten gleichzeitig die Qualifikation für die nächsten Alpencup-Wettbewerbe dar, die in zwei Wochen in Kranj in Slowenien ausgetragen werden. Da beim letzten Alpencup-Wochenende in Hinterzarten witterungsbedingt nur ein Wettkampf durchgeführt werden konnte – der Sieger hieß Jan Mayländer vom SC Degenfeld – sind in Kranj diesmal sogar drei Skispringen geplant.

Insbesondere der 16jährige Dominik Mayländer rechnete sich Chancen aus, einen der noch offenen deutschen Startplätze zu ergattern, um somit zusammen mit seinem bereits vorqualifizierten und drei Jahre älteren Cousin Jan Mayländer nach Slowenien reisen zu dürfen. Bei den bisherigen Wettbewerben klappte es jedoch bei dem SCDler noch nicht ganz so gut. Allerdings fand er bei einem vor einer Woche in Villach (Kärnten/Österreich) durchgeführten Vereinslehrgang seines SC Degenfeld wieder zu besserer Form zurück. Und diese aufsteigende Leistungskurve konnte er sodann in Schonach durchaus unter Beweis stellen. Im ersten Springen zeigte Dominik Mayländer Flüge auf 93 und 89,5 Meter, was letztlich in der zwei Jahrgänge umfassenden Jugendklasse 17 für den dem jüngeren Jahrgang angehörenden SCDler Rang sieben bedeutete. Tags darauf wusste er sich dann sogar nochmals zu steigern: Tolle Sprünge auf 94 und 93,5 Meter reichten diesmal für Platz fünf. Damit schaffte er am Ende die Qualifikation für den nächsten Alpencup.

Auch sein 17jähriger Vereinskollege Alexander Schmid liebäugelte etwas mit einer möglichen Alpencup-Nominierung. Auch er zeigte sich in den letzten Tagen sprungtechnisch stark verbessert. Und im offiziellen Training gelang es dem Abiturienten, zweimal die 90-Meter-Marke zu überfliegen. In den Wettkämpfen fehlte ihm jedoch etwas das nötige Windglück; zudem konnte er nicht ganz seine Leistung aus dem Training wiederholen. Im ersten Springen erreichte er mit 86 und 85 Metern den dennoch guten 13. Rang. Einen Tag später wurde er mit 86 und 88 Metern 14ter.

Tim Fuchs startete in der Jugendklasse 16. Der normalerweise noch den Schülern 15 angehörende 14jährige musste sich somit mit zahlreichen älteren Athleten auseinandersetzen. Allerdings stellten die beiden Springen für die Angehörigen seines Jahrgangs 1997 zwei von vier Qualifikationsspringen für die Ende Februar in Slowenien stattfindenden Skispiele der Alpenländer (O.P.A.-Skispiele) dar. Die zwei weiteren Nominierungsspringen um insgesamt sechs deutsche Startplätze werden am kommenden Wochenende im Rahmen des Deutschen Schüler-Cups in Baiersbronn ausgetragen. In Schonach zog sich der SCDler sehr gut aus der Affäre. Zwar gelangen ihm gute, aber sicherlich nicht seine besten Sprünge. So wurde er im ersten Wettkampf mit 89,5 und 86 Metern Zwölfter. Tags darauf langten 81 und 88 Meter zu Platz zehn. Dafür aber kam er in der internen Wertung seines Jahrgangs an beiden Tagen – jeweils hinter dem Willinger Paul Winter – auf den zweiten Platz. Die Ausgangslage für eine Nominierung zu den diesjährigen O.P.A.-Skispielen ist damit also derzeit bestens.

Nicht ganz so glücklich nach den beiden Schonacher Wettkämpfen war dagegen Herrenspringer Kevin Horlacher. Der 22jährige findet momentan einfach noch nicht ganz seine perfekte Form. Zwar zeigte er jeweils technisch durchaus ansehnliche Sprünge, allerdings lässt er derzeit die nötige Lockerheit vermissen; zudem wurde er wahrlich nicht von Windglück begünstigt. Beim ersten Springen landete er bei 97,5 und 92,5 Metern und dem fünften Platz. Einen Tag später wurde er mit 93,5 und 94,5 Metern Zehnter. Beide Ergebnisse waren somit sehr ordentlich, reichen jedoch nicht aus, um sich wieder für einen Startplatz im B-Weltcup empfehlen zu können.

Thomas Aubele